Bewerbungstipps von Lars und unserer Ausbildungsverantwortlichen

13.05.2020

 

Hallo zusammen,

 

jeder kennt es, ein Teil hat es schon hinter sich, für andere steht es aber noch an: Das Thema „Bewerben“.

 

Eine Bewerbung ist bei den Personalern und Ausbildern der erste Eindruck, der bekanntlich sehr entscheidend ist. Da macht es keinen guten Eindruck, wenn das Bewerbungsfoto ein Bild ist wie man zuhause auf dem Sofa hängt oder das Bewerbungsanschreiben voller Kaffeeflecken ist. Dies sind nur wenige Beispiele wie man den ersten Eindruck negativ gestaltet.

 

Deshalb hier ein paar grundlegende Tipps:

  • Richtiger Ansprechpartner beim Anschreiben

  • Saubere Bewerbungsunterlagen

  • Wahrheitsgetreue Aussagen

 

Was sich viele dann noch fragen, was muss eigentlich in einer Bewerbung enthalten sein?

  • Anschreiben

  • Lebenslauf

  • Deckblatt, gerne mit seriösem Bewerbungsfoto (gemäß Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) keine Pflicht mehr)

  • Kopien von den letzten Zeugnissen (hierzu zählen Abschlusszeugnisse bzw. die letzten beiden Zeugnisse)

  • Praktikumsnachweise

Ist die Bewerbung abgeschickt, kann man erstmal nicht mehr viel machen außer zu warten bis sich jemand meldet. Im besten Fall werdet ihr dann zu einem Eignungstest eingeladen. Hierzu habe ich unsere Ausbildungsverantwortliche Sarah Böhm interviewt, um zu fragen wie das ganze abläuft und was Sie euch für Tipps mit auf den Weg geben kann.

  • Was wird beim Eignungstest gefragt?

Die Bandbreite ist groß. Neben schulischem Wissen, wie Grundrechnen oder Grammatik, wird gerne auch die Allgemeinbildung, das logische Denken, die Merkfähigkeit oder je nach Beruf das räumliche Vorstellungsvermögen getestet. Darüber hinaus gibt es Persönlichkeitstests, mit denen versucht wird mehr über den Charakter des Bewerbers zu erfahren.

  • Muss man als Bewerber Block und Stift mitbringen?

Die früheren Papierbögen werden heute mehr und mehr durch computer- und onlinegestütze Verfahren abgelöst. Auch unsere Bewerber absolvieren den Eignungstest mittlerweile am PC.

  • Was ist Ihr Tipp an alle, die zu einem Test eingeladen werden?

Einen kühlen Kopf bewahren und nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Die meisten Tests sind so gestaltet, dass die Zeit zu knapp ist um alle Aufgaben zu lösen. Damit möchten die Unternehmen testen wie die Bewerber mit Stresssituationen umgehen können.

Nach dem Eignungstest ist vor dem Assessment Center. Hier vorab aber auch Tipps von mir:

  • Seid aktiv in den Gruppenarbeiten

  • Lasst die anderen aussprechen

  • Hört den anderen aktiv zu

  • Lasst euch auf andere Lösungsvorschläge ein

Nun können viele wahrscheinlich mit dem Begriff Assessment Center immer noch nicht mehr anfangen, deshalb habe ich Frau Böhm auch gefragt wie ein Assessment Center ablaufen könnte.

  • Was kann man sich unter einem Assessment Center vorstellen?

Ein Assessment Center abgekürzt AC ist ein Gruppenauswahlverfahren zu dem mehrere Bewerber eingeladen werden. Die Bewerber absolvieren einzeln oder als Gruppe verschiedene Übungen. Darunter können Gruppendiskussionen sein, Rollenspiele oder auch Problemlösungsaufgaben. Dabei werden die Bewerber von Personalern oder in manchen Unternehmen auch von Psychologen beobachtet.

  • Worauf kommt es Ihnen bei der Beobachtung an?

In unserem Dienstleistungsberuf kommt es vor allem auf die persönlichen und sozialen Kompetenzen an. Wie kommunikativ ist ein Bewerber, wie gut kann er sich in andere hineinversetzen, wie ausgeprägt ist seine Teamfähigkeit. Um das beobachten zu können versuchen wir möglichst realitätsnahe Situationen zu schaffen. Dazu gehört auch, dass der Bewerber mal in die Rolle des Beraters schlüpft.

  • Womit können Bewerber beim AC punkten?

Am besten einfach sich selbst sein, aktiv mitmachen, offen auf die anderen zugehen, selbstbewusst den eigenen Standpunkt vertreten, aber auch zu Kompromissen bereit sein.

Nach dem Assessment Center ist es schon fast geschafft. Nun steht nur noch das Vorstellungsgespräch an und auch hier sollte man nicht unvorbereitet hineingehen. Denn sonst entstehen unangenehme Momente.

Typische Fragen auf die man sich auch vorbereiten kann:

  • Persönliche Stärken und Schwächen

  • Informationen über das Unternehmen

Des Weiteren sollte man einfach sich selbst sein und nicht übertreiben. Worauf es noch ankommt und was bei einem Vorstellungsgespräch auch nicht passieren sollte, konnte ich wiederum Frau Böhm für euch fragen.

  • Wie können sich Bewerber auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Mein Tipp ist die gängigsten Fragen mal für sich zu notieren und Zuhause in Ruhe zu überlegen was man darauf antworten könnte. Gerade eine Antwort auf die Frage nach den Stärken und Schwächen fällt vielen Bewerbern schwer. Hierzu kann man in der Vorbereitung auch mal die eigenen Eltern, Geschwister oder Freunde interviewen.

  • Was sind aus Ihrer Sicht Dont‘s im Vorstellungsgespräch?

Als Bewerber sollte man sich bewusst machen, dass der erste Eindruck zählt. Daher sind für mich Zuspätkommen und ein ungepflegtes Erscheinungsbild absolute No-Go‘s. Im Gespräch selbst empfinde ich es als unangenehm wenn ich Bewerbern jedes Wort sprichwörtlich aus der Nase ziehen muss, da sie zum Beispiel nur mit „ja“ und „nein“ antworten. Unschönes Schweigen kann außerdem entstehen, wenn sich Bewerber im Vorfeld nicht über das Unternehmen informieren oder keine Fragen an den Betrieb vorbereiten.

  • Was können Bewerber am Ende eines Gesprächs denn fragen?

Fragen können und dürfen Bewerber alles was sie interessiert. Dabei sollte es jedoch nicht vorrangig um Gehalt und Urlaub gehen. Dies ist in unserer Ausbildung tariflich geregelt und jederzeit über unsere Homepage einsehbar. Viel interessanter sind da Fragen, die Ausbildungsinhalte, Übernahmechancen oder auch Weiterbildungsmöglichkeiten betreffen.

Nach dem Vorstellungsgespräch, werden sich dann die Personalchefs und Ausbildungsverantwortlichen zusammensetzen und schauen ob der Bewerber sie überzeugt hat und in das Berufsbild hinein passt.

Wenn ihr noch Fragen rund um das Thema Bewerbungen habt, dürft ihr euch sehr gerne bei mir melden. Außerdem freue ich mich, wenn sich einige von euch bei unserer Heidenheimer Volksbank bewerben. Denn für den Ausbildungsstart 2021 läuft bereits die Bewerbungsphase. Vielleicht kann ich dann schon bald den ein oder anderen von euch in unserem Haus begrüßen.

 

Euer
Lars